Jean-Bernard Pouy
Jean-Bernard Pouy
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54 x 13, Jean-Bernard Pouy

54 x 13
ISBN 2-84172-033-0, 1996, 192 S.

„Ich hab' bei Kilometer 85 angefangen
bei einer Talfahrt
ich steig in die Eisen
ab jetzt muss ich durchhalten.“

Auf der siebzehnten Etappe der Tour de France fährt Lilian Fauger, ein junger Rennfahrer aus Dunkerque, wider aller Erwartung dem Gros der Fahrer davon. So agressiv, dass er die Gegner abhängt.
Lilian grübelt: Könnte heute sein Tag, sein Etappe sein?
Und als hinter ihm die Jagd losgeht, ist er nur noch ein Flüchtling, ein Ausbrecher, der spürt, wie eine Art Exekutionsfeld seine Spur verfolgt.
Woran denkt ein Mann, der mit der Anstrengung und dem wachsenden Schmerz allein ist?
Diese Frage stellt sich Jean-Bernard Pouy in diesem Roman: vier Stunden aus der Geschichte eines Radrennfahrers.
Vier Stunden: ein Leben, Spannung. Auch ein Thriller.
Denn zur Tour gehören auch noch die Teams – das von Lilian ist bunt zusammengewürfelt – Sponsoren, Geld, Fernsehen – „die Sportschau“…

Tritt in die Pedale, Kamerad, die alte Welt liegt hinter dir… Denn nach und nach wird dich die Wirklichkeit wieder einholen mit ihrer Eskorte aus Leiden, Unglück, kleinen Gemeinheiten und wirklichen Problemen…
Auszug aus dem Wegmullerkode


Cinq Nazes, Jean-Bernard Pouy

Cinq Nazes (Fünf kaputte Typen)
ISBN 2-905158-24-7, 1990, 176 S.

Man muss nicht zum Kap Horn segeln, um sich am Ende der Welt zu befinden. Im Innersten seiner selbst. Am Rande der anderen. Es reicht zufällig am Rand eines Hafenkais zu stehen. Man braucht sie nicht zu nennen, diese Stadt, die selbst am Ende ihrer Vergangenheit, ihrer Zukunft, der Gegenwart ist. Eine Stadt, die immer zur Stelle war und davon müde ist.
Man braucht sie nicht zu beschreiben, diese Stadt, ihren Dekor nicht unter die Lupe zu nehmen. Der Wind, der in ihr weht, wird für einen Augenblick fünf Personen auf der Suche nach Größe Leben einhauchen.

Es würde mir gefallen, in der Haut eines Schleppers zu stecken, stampfend und prustend in einem Atlantikhafen. In einer Welt aus Metall und Wasser, in der es keine Nostalgie, keine Schriftsteller und keine Mozartfans mehr gäbe.“ Arthur Keelt

 

 

Le Bienheureux (Der Selige)
ISBN 2-905158-88-3, 1994, 208 S.

Düstere Vorzeichen eines neuen Jahrhunderts. Könnte es sein, dass die Geschichte sich rückwärts entwickelt? Der Krieg lähmt die Länder des Nordens. Im Süden, an den Rändern der zerstörten Landstriche, ziehen die Megalopolen alles an, was versucht, am Leben zu bleiben.
Eingekreist von der Grenzpolizei, in Planquadraten überwacht von der Stadtpolizei und Privatmilizen lebt SudUrba in einem latenten inneren Kriegszustand. Die Stadt siecht in den Strukturen, die von Architekten ohne Glauben und Städteplanern ohne Utopie errichtet wurden, dahin.
Felix, ein Seliger, einer derjeinigen, die an den Großen Abend und die Leuchtende Zukunft geglaubt haben, kehrt in die Stadt zurück. Er wurde aus seiner klösterlichen Abgeschiedenheit herausgerissen, um einen verschwundenen zu Architekten finden, einen der unbewusst für das sich andeutende Chaos Verantwortlichen. Orpheus wider Willen, wird er nicht mehr zu seiner Vergangenheit zurückschauen, während er die Hölle durchquert.

Jean-Bernard Pouy lässt die großen Themen des Thrillers im Licht der Science Fiction aufleben.


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