Stéphanie Benson

 

Stéphanie Benson

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Al teatro


Cheval de guerre (Schlachtross)
ISBN 2-84172-226-0, 2003, 288 S.

Cheval de guerre ist das zweite Bild der apokalyptischen Freske Al teatro in dem Stéphanie Benson uns aus dem brennenden Europa heraus auf den Weg des absolut Bösen in Afrika führt. Das „Massaker der Unschuldigen“, mit dem Cavalier seul endet, hat in keiner Weise die Reihen derjenigen gelichtet, die das Ende dieser Welt beschleunigen wollen, um die Auserwählten einer neuen Menschengeneration zu sein. Urizen nimmt die Stelle des unglücklichen Ulro ein, Tirza versucht, ohne Milton ein Baby zu bekommen, Milton versucht, sie wiederzufinden, um sie zu töten, Phil und Bruno möchten die Wüste durchqueren, Vala ihrem Bruder Ulro treu bleiben und Katz einen Mörder verhaften, den schrecklichsten aller Mörder, den Inbegriff des Negativen : Abaddon. Währenddessen hat in den mauretanischen Bergen der Drache zu atmen begonnen.

Mit diesem beeindruckenden Thriller hat Stéphanie Benson ein sprachliches Kunstwerk geschaffen, ohne dabei die Realität unserer Welt aus den Augen zu verlieren.


Cavalier seul (Einsamer Reiter)
ISBN 2-84172-189-2, 2001, 288 S.

Verrückte, Schurken, Manipulanten, Fantasten, verirrte arme Teufel, reine Herzen, die vom Weg abgekommen sind: die Welt ist eine Bühne und Sie sind die Schauspieler. Alles ist falsch, aber alles ist wahr.
Auf dem Karussell der Apokalypse, bizarr und prunkvoll, löst sich die Realität auf, überschreitet das Leben die Grenzen der Wahrnehmung. Die Schreie sind dort lauter, das Blut fließt stärker und roter, die Liebe ist stärker und schmerzvoller, der Spott beißender. Der Stoff lässt sein Gewebe aus Träumen durchscheinen. Kurz: Das Schlimmste ist geschehen.

 

 

Une chauve-souris dans le grenier (Eine Fledermaus auf dem Speicher)
ISBN 2-84172-014-4, 1995, 208 S.

In einem besetzten Haus in Paris, zwischen Drogen und Verzweiflung, stirbt Sandrine, eine junge Ausreißerin, durch Mörderhand.
In seiner Psychose gefangen, vom Todesengel, der von ihm Besitz nimmt, geleitet, verfolgt ein Mörder eine unmögliche Suche.
Gequält von der Erinnerung an seine Mutter, die er vielleicht getötet hat, unternimmt der Polizeikommissar Camille Simon im Alleingang einen übersteigerten Kreuzzug, um den nicht fassbaren Mörder, der seine Opfer nach den nächtlichen Unternehmungen des Polizisten auszuwählen scheint, dingfest zu machen.

Ein schwarzer Thriller der Trauer und des Mitgefühls. Eine Fledermaus auf dem Speicher ist würdig, das Erbe Robin Cooks anzutreten. Dieser Roman ist Stephanie Bensons erstes Buch. Die junge Engländerin lebt im Département Lot und schreibt auf Französisch.

 

 

Un singe sur le dos (Einen Affen am Hals)
ISBN 2-84172-034-9, 1996, 224 S.

Dies ist die Geschichte von Olivier und Maja, Hänsel und Gretel unserer modernen Gesellschaft, die beide allein im Wald der Abhängigkeit herumirren. Das Haus der Psychopathen-Hexe besteht aus Heroin und es gibt keinen Weg, ihm zu entkommen. Nur ein einziger Mensch findet den Weg durch das Unterholz: ein mutiger Holzfäller-Kommissar, der sich alleine gegen die Phantome der Drogen stellt und versucht, die verirrten Kinder gegen ihren Willen zu schützen. Denn die Hexe hat bereits… sieben kleine Drogenabhängige gefressen.

Stephanie Benson, die mit ihrem ersten Roman Eine Fledermaus auf dem Speicher bekannt wurde, entwickelt in diesem zweiten Roman – ein realistisches Märchen der Trauer und Aufschrei der Empörung – ihre kraftvolle und pathetische Vorstellung des Thrillers weiter.

 

Le Loup dans la lune bleue, Stéphanie Benson

Le Loup dans la lune bleue (Der Wolf im blauen Mond)
ISBN 2-84172-044-6, 1997, 216 S., Prix Michel Lebrun 1997

„Es wird Nacht und Moon wartet. Sie ist wach, viel zu wach. Sie wird von Schmerzen und Schüttelfrost geplagt. Moon überlegt nicht, sie besteht nur noch aus Instinkt und Schmerzen; ihre Erinnerungen sind in einem Bleitresor fest eingeschlossen. Unverletzlich. Sie befindet sich in einer Randzone des Lebens, sie gehört nicht mehr wirklich zu den Lebenden, ist noch nicht vollkommen bereit für den Tod. Solange sie noch kämpft.“ Moon ist ein Kind.

Als eine natürliche Fortsetzung ihrer beiden ersten Romane, Eine Fledermaus auf dem Speicher und Einen Affen am Hals, geht dieses dritte Buch von Stephanie Benson bis an die Grenzen des Grauens und des Mitgefühls. Motive, die ihrer Vorstellung des Thrillers als Chronik zerstörter Leben und Tragödie der Trauer zugrunde liegen.

 

Der Herr der Lämmer


Les Compagnons du loup, Stéphanie Benson

Les Compagnons du loup (Die Kameraden des Wolfes)
ISBN 2-84172-057-8, 1997, 320 S.

„In einem Loch in der Welt lebte ein Junkie…“
Herbst 1980: In Paris verliebt sich Fredo in die Frau seines Lebens, dann tötet er sie. Im hintersten Winkel Frankreichs, unter dem Deckmantel eines Entziehungsheims für Drogenabhängige, bereitet eine Gruppe Männer und Frauen, die sich seit dem Ende des zweiten Weltkriegs zusammengefunden haben, ein Projekt vor, das ihren gemeinsamen Traum erfüllen soll: ein neues „arisches“ Europa.
Oft high, manchmal erschreckend nüchtern, nimmt Fredo den einsamen Kampf gegen die Droge, seine Vergangenheit und die Zukunft, die ihm diese „Kameraden des Wolfes“ aufzwingen wollen, auf. Es ist die Geschichte eines Rebellen, der allen Grund dazu hat.


 

L'Adoration des bergers (Die Anbetung der Hirten)
ISBN 2-84172-065-9, 1998, 336 S.

„Die Straßen von Philippeville sind von Leichen bevölkert, die sich weigern hinzufallen, denen die Hitze den Anschein von Leben gibt… Mir wird der Wahnsinn unseres Unternehmens bewusst, wie ein schwarz maskierter Reiter, dessen Pferd vor Ungeduld kaum zu zügeln ist: ein Reiter der Apokalypse.“ Das war vor mehr als dreißig Jahren. Eine andere Zeit, ein anderes Land, der Krieg. Die Erinnerung an einen Vater, den er nicht gekannt hat und von dessen Geschichte er kaum etwas weiß. Warum wird dann, in diesem Herbst 1990, die Welt um Boule auf einmal zum Horrortrip?
Weil die Geschichte unsichtbare Fallstricke gespannt hat? Weil er seine Finger in das Getriebe einer hinterhältigen Verschwörung gesteckt hat? Weil er gerade einen unheilbringenden Schatten geerbt hat, den von Boukelba, dem „Mann mit der Hündin“?


 

La Brebis galeuse (Das schwarze Schaf)
ISBN 2-84172-077-2, 1998, 304 S.

„Frei, einen Koffer in der Hand, Tränen in den Augen. Ich habe Angst. Habe ich Saillange getötet? Wahrscheinlich, da sie mich ja verurteilt haben. Zehn Jahre. Und, wenn ich Saillange getötet habe, habe ich dann auch Boukelba getötet? In vier Monaten werde ich vierzig, das Jahrhundert geht zu Ende, und ich würde gern verstehen.
Ich werde Schritt für Schritt vorgehen, dem Faden folgen, um so irgendwann das Knäuel zu entwirren…“

So beginnt der Roman von Lilas. Lilas, die auf sich allein gestellt ist, die nicht mehr spielt, die wissen will. Aber der Weg zum Wissen ist lang; er führt sie vom Gefängnis in Cahors ins zerrissene Algerien und wieder zurück. Olga, die Stille, und Tom, der sich nur in Rätseln ausdrückt, begleiten sie. Eine seltsame Begleitung für eine gefährliche Suche. Denn wenn die Wölfin wieder läuft, wird der Herr der Lämmer sie am Ende erwarten…


Synchronicity


Si sombre Liverpool, Stéphanie Benson

Si sombre Liverpool (Dunkles Liverpool)
ISBN 2-84172-101-9, 1999, 288 S.

Die Nacht wurde dichter, von eisigen Windböen geschlagen, von der Kälte gelähmt. Der Regen war salzig, als ob ein unsichtbarer Gott Tränen der Verzweiflung über dem Hafen von Liverpool vergießen würde.
Im September 1995 bricht der Arbeitskampf der Liverpooler Docker gegen die Hafengesellschaft Thornside aus. Ein Konflikt mit Symbolbedeutung, dessen Inhalte weit über den Hafen und selbst das Land hinausreichen. Währenddessen wird die Stadt von einer Reihe grausamer Morde, Werk eines mysteriösen „Bauchaufschlitzers“ in Atem gehalten…

Wie bereits in Der Herr der Lämmer entführt uns Stephanie Benson auf den Teppich eines romanhaften Billardspiels, dessen Regeln anscheinend nur sie selbst kennt. Die Welt ist gezinkt. Und während das komplexe und schmerzhafte Spiel der manipulierten Sozialpartner fortschreitet, lüften sich dem Leser nach und nach die Schleier und er hört die Schreie der Opfer von Lieblosigkeit und Lüge.


 

Brumes sur la Mersey (Nebel über der Mersey)
ISBN 2-84172-108-6, 1999, 272 S.

November 1996. Die Docker setzen ihren Arbeitskampf fort, trotz der nachlassenden Unterstützung ihrer Gewerkschaft. Der Chief Inspector Kim Warren nimmt inoffiziell die Untersuchung wieder auf, um den wirklichen „Bauchaufschlitzer“ von Liverpool zu stellen. Und alle – Cerise, Susan Cranford, Brian Foster, Travis Firmin – setzen ihre verzweifelte, lächerliche oder schreckliche Suche fort. Währenddessen zieht Sam Fuller die Fäden seiner verworrenen Machenschaften.
Aber wer manipuliert hier wen?
Aus dem Nebel der Mersey steigt eine weitere Person, eine Frau, die hinter den Kulissen agiert und die „Madame“ genannt wird…
„Deine Geister gehen dir voran und verfolgen dich. Deine Geister stöhnen in der Nacht, aber du verschließt die Ohren vor ihren Schmerzensschreien.“
Nebel über der Mersey setzt Dunkles Liverpool fort und schließt den Doppelroman Synchronicity ab.

 

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