| Marc Villard |
![]() |
||
| Kontakt Rechte und Lizenzen | |||
|
Elles sont folles de mon corps (Sie sind verrückt nach meinem Körper) Ja, ich weiß, wir alle müssen irgendwann
sterben, aber ich habe immer gedacht, dass für mich eine Ausnahme
gemacht würde.
Der vorherige Band Bonjour, je suis ton nouvel ami wurde in der Presse
mit Begeisterung aufgenommen: |
|
Bonjour, je suis ton nouvel ami (Guten Tag, ich bin dein neuer Freund) Letzten Sommer, in Eyragues, hatte ich die Sonne, den Swimming-Pool, die Tapenade, die Grillwürstchen und den obligaten Pastis über und beschloss meinem Leben ein Ende zu bereiten. Durch Ertrinken. Um Mitternacht bin ich hinunter ins Bad geschlichen. Ich habe das Waschbecken zugestöpselt, die Nase in den Ausguss gesteckt und das Wasser über meinen Nacken laufen lassen. Als mir langsam die Luft ausblieb, erschien Christine im Türrahmen und fuhr mich an: Du wäschst dir um Mitternacht die Haare! Es wird ja immer schöner! Ein Selbstportrait mit kleinen Pinselstrichen gleicht einem Drahtseilakt.
Man muss feinfühlig zwischen Perspektivischer Verkürzung
und Standbild ausbalancieren. Man muss die richtige Distanz finden, in
der sich die Personen entfalten können. |
|
J'aurais voulu être un type
bien (Ich wär so gern ein netter Kerl) Hart am Mann, solide am Boden, göttlich
in der Luft. So spielte Robert Jonquet, Mittelstürmer der berühmten
Mannschaft von Reims. Mit der Lebendigkeit und Schärfe des Autors, von dem gesagt wird, er habe die schönste Feder des französischen Thrillers. |
![]() |
Un jour je serai latin lover (Einmal werde ich Latin Lover sein) Gestern abend, ich musste dringend aufs Klo,
nahm ich mir vor, den Aberglauben als ästhetische Performance zu
betreiben: Wenn ich es schaffen würde, im Stehen zu pinkeln, ohne
auf die blaue Klobrille zu spritzen, würde am nächsten Morgen
im Courrier de Paimbuf eine Rezension meines Buches erscheinen.Und
der Strahl, gewöhnlich eher zögernd, geht kräftig und zielstrebig
genau in die Mitte der Kloschüssel. Und dieses Wunder taucht mein
bescheidenes Bad auf einmal in eine mysthische Aura: ich habe es geschafft!
Heute morgen, wie seit zehn Jahren jede Woche, kaufe ich den Courrier
de Paimbuf und erlebe eine bittere Enttäuschung: keine einzige
Zeile. Nichts, überhaupt nichts. Wie schon in Ich wär so gern ein netter Kerl, teilt uns Marc Villard alles mit. Wir teilen seine (unreifen?) Emotionen, seine Kleinlichkeit , seine Ängste und seine unglaubliche Entschiedenheit. Das Burleske des Alltags und das diskrete Pathos dieser Geschichten lässt eine Person entstehen, die uns viel über uns selbst verrät. |