Marc Villard
Marc Villard
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Elles sont folles de mon corps (Sie sind verrückt nach meinem Körper)
ISBN 2-84172-236-8, 2003, 176 S.

„Ja, ich weiß, wir alle müssen irgendwann sterben, aber ich habe immer gedacht, dass für mich eine Ausnahme gemacht würde.“
Mit Elles sont folles de mon corps setzt Marc Villard seine fingierte Autobiographie in Fragmenten fort und enthüllt uns Unerhörtes aus Kindheit, Familienleben, Arbeitswelt…

Der vorherige Band Bonjour, je suis ton nouvel ami wurde in der Presse mit Begeisterung aufgenommen:
„Marc Villard, Autor brandheißer Krimis, macht sich mit Begeisterung über sich selbst lustig. Der Experte der Autofiktion, der Meister des kurzen Textes ist kein Held. Nur ein ganz normaler Typ. Oder fast: seine Nichtigkeiten, seine großen Sorgen sind stilistische Meisterleistungen.“ Télérama
„Wahre Komik.“ Le Figaro littéraire
„Spritzig und urkomisch.“ La Dépêche du Midi
„Es ist ein Vergnügen, Freud und Leid mit ihm zu teilen. Ganz einfach das Leben lieben.“ La Croix


Bonjour, je suis ton nouvel ami (Guten Tag, ich bin dein neuer Freund)
ISBN 2-84172-164-7, 2001, 192 S.

„Letzten Sommer, in Eyragues, hatte ich die Sonne, den Swimming-Pool, die Tapenade, die Grillwürstchen und den obligaten Pastis über und beschloss meinem Leben ein Ende zu bereiten. Durch Ertrinken. Um Mitternacht bin ich hinunter ins Bad geschlichen. Ich habe das Waschbecken zugestöpselt, die Nase in den Ausguss gesteckt und das Wasser über meinen Nacken laufen lassen. Als mir langsam die Luft ausblieb, erschien Christine im Türrahmen und fuhr mich an: Du wäschst dir um Mitternacht die Haare! Es wird ja immer schöner!“

Ein Selbstportrait mit kleinen Pinselstrichen gleicht einem Drahtseilakt. Man muss feinfühlig zwischen Perspektivischer Verkürzung und Standbild ausbalancieren. Man muss die richtige Distanz finden, in der sich die Personen entfalten können.
Zwischen Familienleben und Job, schönen Erinnerungen und leicht bedauerlichen Ereignissen, lässt Marc Villard einen scharfen Blick wandern. Ehrlich, aber listig. Man weiß nicht mehr, ob „ich“ ein anderer ist. Ein anderer als „wer“?

 

J'aurais voulu être un type bien (Ich wär so gern ein netter Kerl)
ISBN 2-84172-008-X, 1995, 160 S., Trophée "813" de la nouvelle 1995

„Hart am Mann, solide am Boden, göttlich in der Luft.“ So spielte Robert Jonquet, Mittelstürmer der berühmten Mannschaft von Reims.
Genauso schreibt auch Marc Villard, Dichter, Erzähler und Romanautor, dessen Werke in der Serie Noire und bei Rivages/Noir erschienen sind.
Hier wagt er sich auf gefährliches und kaum erforschtes Terrain: die autobiographische Kurzgeschichte, mitten aus dem Leben gegriffen. Anhand einer Serie von Schnappschüssen inszeniert sich der Darsteller, der Autor, in der Art von Woody Allen.
Denn diese Geschichten sind häufig komisch, sogar burlesk – der Autor ist mit seinen Figuren nicht zimperlich – und manchmal auch eindringlich und ergreifend.

Mit der Lebendigkeit und Schärfe des Autors, von dem gesagt wird, er habe die schönste Feder des französischen Thrillers.

 

Un jour je serai latin lover, Marc Villard

Un jour je serai latin lover (Einmal werde ich Latin Lover sein)
ISBN 2-84172-082-9, 1998, 168 S.

„Gestern abend, ich musste dringend aufs Klo, nahm ich mir vor, den Aberglauben als ästhetische Performance zu betreiben: Wenn ich es schaffen würde, im Stehen zu pinkeln, ohne auf die blaue Klobrille zu spritzen, würde am nächsten Morgen im Courrier de Paimbœuf eine Rezension meines Buches erscheinen.Und der Strahl, gewöhnlich eher zögernd, geht kräftig und zielstrebig genau in die Mitte der Kloschüssel. Und dieses Wunder taucht mein bescheidenes Bad auf einmal in eine mysthische Aura: ich habe es geschafft! Heute morgen, wie seit zehn Jahren jede Woche, kaufe ich den Courrier de Paimbœuf und erlebe eine bittere Enttäuschung: keine einzige Zeile. Nichts, überhaupt nichts.
Mir liegt daran, der Redaktion dieser Wochenzeitung unmissverständlich klarzumachen, dass ich enttäuscht bin. Ja sogar verletzt. Denn es gehört sich nicht, die Träume und den Glauben eines fünfzigjährigen Kindes zu zerstören. Sagen Sie das bitte weiter.“

Wie schon in Ich wär so gern ein netter Kerl, teilt uns Marc Villard alles mit. Wir teilen seine (unreifen?) Emotionen, seine Kleinlichkeit , seine Ängste und seine unglaubliche Entschiedenheit. Das Burleske des Alltags und das diskrete Pathos dieser Geschichten lässt eine Person entstehen, die uns viel über uns selbst verrät.


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