Robert Soulat
Robert Soulat
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Les Oiseaux de bohème (Vögel der Boheme)
ISBN 2-905158-37-9, 1991, 224 S.

„Da sein Freund Matt ins Departement Cher gefahren war, wo er heiraten würde, kaufte Cheik im Schweizer Dorf eine Puppe, so groß wie ein junges Mädchen.“
Cheik, der englische Flieger, der sich Erinnerungen ausdenkt, um den Krieg zu vergessen und der sich an den Mauern einer Welt stößt, die ihn in ständiges Erstaunen versetzt; Matt, ein Verehrer des weiblichen Geschlechts und Erfinder „fürchterlicher“ Schimpfwörter, kehrt in sein Heimatdorf zurück, um dort den Denunzianten, der ihn ins Gefängnis gebracht hat, zu töten. Es ist sein Vater.
Cheik und Matt. Und um sie herum fast magische Wesen: „die Sängerin mit den reinen Brüsten“, „der innerlich zerrissene Polizist“, „der Mikado“ und noch andere… die „Beklagenswerten“, die Chefs und „Überchefs“ aller Arten, die versuchen, eine völlig durcheinander geratene Welt zurechtzustutzen und wieder aufzubauen. Und jeden Augenblick kann sie Ihnen mir nichts, dir nichts entgleiten.
Denn Robert Soulat, eine Art launischer Saboteur der Wirklichkeit, läd ihnen die Gesetze der Logik und der Gesellschaftsordnung auf. Mit diesem Roman zeichnet Robert Soulat eine menschliche Fabel, burlesk und gleichzeitig ernst. In seiner Feder wird die Wirklichkeit so leicht und entrückt wie der Tanz von Fred Astaire.
Wie Cheik, der „schon immer den Kuss einer weinenden Frau auf seiner Schulter spürte.“

 

 

Mémoire pour servir à l'élévation des médiocres (Memoiren zur Erziehung Mittelmäßiger)
ISBN 2-905158-27-1, 1990, 160 S.

Diese Memoiren schrieb die Erinnerung. Sie verfasste eines dieser Bücher, die man nicht zu fassen bekommt, die sich zwischen den einzelnen Genres hindurchschlängeln. Es ist keine Autobiographie, selbst wenn der Verfasser in der ersten Person Singular spricht. Auch kein Buch voller Erinnerungen, dennoch das Buch eines Mannes, der sich erinnert und der Anekdoten, Visionen, Träume, eine Tapete der Erinnerung, heraufbeschwört. Es sind Lebenslinien – gewürzt mit einigen Maximen, um ernsthaft zu erscheinen. Hätte der Autor etwa vergessen, zum Punkt zu kommen? Aber wer kommt schon zum Punkt? Und was ist das überhaupt? Der Autor kommt zum Leser. Er unterhält sich mit ihm über alles Mögliche, ehrlich, ernshaft und doch gelassen und vertraut ihm einige unveröffentlichte Erkenntnisse über die Lebensgewohnheiten der Chromosomen an. Und die ihrer Opfer. Eine spöttische Hommage an alle klarsichtigen Mittelmäßigen aus der Feder von Robert Soulat, Literat, Schriftsteller, ehemaliger Herausgeber der Série Noire und reines Produkt der Tyrannei genialer Chromosomen.


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