Maurice Lemoine
Maurice Lemoine ist ein engagierter Weltenbummler. Seine Reiseziele sind seit dreißig Jahren Lateinamerika und die Antillen. Er ist stellvertretender Chefredakteur von Le Monde diplomatique und wurde als Autor von Sucre amer und Cent Portes de l'Amérique latine bekannt. In diesem Buch ist Brasilien der Schauplatz eines so poetischen wie politischen Beitrags.
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La Dette, roman de la paysannerie brésilienne

Amérique centrale, les naufragés d'Esquipulas (Mittelamerika: Die Gestrandeten von Esquipulas)
ISBN 2-84172-204-X, 2002, 816 S.

Mittelamerika: Die Gestrandeten von Esquipulas ist ein ehrgeiziges Buch für alle Neugierigen auf der Suche nach Geschichten und Erfahrungen. Es ist außerdem ein unverzichtbares Nachschlagewerk, um die aktuellen Ereignisse in diesem Teil der Welt zu verstehen. Die Übersicht dieser reichen, komplexen, widersprüchlichen, vergänglichen, tragischen, herzlichen Geschichte bietet dem Leser einen nationalen, einen thematischen und einen chronologischen Ansatz. Klare Gliederung, Zahlreiche Abbildungen, Kartenmaterial, Register und Literaturverzeichnis machen das Buch darüber hinaus sehr leserfreundlich.
Maurice Lemoine, intimer Kenner Mittelamerikas seit dreißig Jahren, stellt nicht nur die jüngste Geschichte der sieben mittelamerikanischen Staaten (Belize, Costa Rica, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama, Salvador) dar, sondern auch diejenige ihrer Emigranten in den USA und die dieses allgegenwärtigen und unheimlichen „Yankee-Nordens“. Etwas näher, an beiden Rändern der mittelamerikanischen Landenge stehen sich zwei weitere Auffassungen gegenüber: Mexiko in seiner neuen Rolle als Vermittler mit dem Norden und Kolumbien als narkotisches und brutales Gegenmodell.
Seit den Abkommen von Esquipulas 1987 scheint die Errichtung des Friedens und der Demokratie nicht voran zu kommen. Der aktuelle Kurs der nordamerikanischen Politik trägt nicht gerade zur Beruhigung bei.


La Dette, roman de la paysannerie brésilienne La dette, roman de la paysannerie brésilienne
(Die Schuld, Roman der brasilianischen Bauernschaft)
ISBN 2-84172-156-6, 2001, 384 S.

Die Schuld ist mehr als ein Roman, es ist ein Märchen für Erwachsene, inspiriert vom heutigen Brasilien, ein politisches Märchen in dem das Motiv der Schulden ständig wiederkehrt – zyklisch, unerklärlich und grausam. Maurice Lemoine nennt seinen Roman gerne einen „Dokuroman", da Fiktion und Personen aus Fleisch und Blut zu verstehen geben, was die Wirtschaftsberichte meistens verschleiern: die brutale Gewalt der Mechanismen der Weltverschuldung.
In Rivière-des-Gueux, an den Ufern des Amazonas, blähen sich die Schulden inmitten der Konflikte und des Drucks der brasilianischen Gesellschaft immer weiter auf, so dass sie wortwörtlich explodieren und die Personen erschlagen.
Die Schuld schließt mit einem Nachwort, das sich der brasilianischen Bauernschaft widmet sowie den politischen Maßnahmen, die gegenüber der Weltverschuldung getroffen werden. Diese Gegenüberstellung macht es dem Leser möglich, die Ziele der Sozialbewegung einzuordnen, sei es in Brasilien oder weltweit.


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