Mohomodou Houssouba
Mohomodou Houssouba wurde in den sechziger Jahren im Norden Malis geboren. Nach mehreren Jahren als Dozent an der Universität von Chicago, lebt und arbeitet er heute in Bamako, Gao und Basel. Aus der eigenen Erfahrung schöpfend, betrachtet er den Islam in der Sahelzone und leuchtet die Möglichkeiten aus, wie religiös- oder idenditätsbedingt aufbrausendes Verhalten überwunden werden kann.
Dies ist sein erstes Buch.
Kontakt Rechte und Lizenzen

La Jungle, la Nation et le Marché, Chronique indonésienne

Bagoundié blues, petites lumières sur la boucle du Niger
(Bagoundié blues, kleine Lichtflecken auf der Nigerschleife )
ISBN 2-84172-240-6, 2003, 176 S.

„Würde es Mali nicht geben, müsste man es erfinden.“
In diesem Buch erfindet Mohomodou Houssouba sein eigenes Mali, er erfindet das Land, seine Einwohner, seine Geschichte. Dieser kurze Text, geschrieben in einer ausdrucksreichen Sprache, die die Mehrsprachigkeit des Autors reflektiert, läßt das Mali der Gegenwart vor unseren Augen erscheinen: zergliedert, von Organisationen beherrscht, wandelbar, ein ständiges Hin- und Her zwischen Land und Stadt, arm und schön. Man beginnt zu verstehen, dass Mali noch viel weiter reicht als seine administrativen Grenzen, dass es manchmal jedoch überhaupt nicht existiert. Auf diese Art und Weise nähert sich der Text den aktuellen Fragstellungen an: islamischer Fundamentalismus, Korruption in den ehemaligen frz. Kolonien, humanitäre Hilfe, Zugehörigkeit zu einer Ethnie, Fußball…
Wir entdecken Mali mit den Augen Mohomodou Houssoubas als den provisorischen Mittelpunkt der Welt.


Home | Zurück zur Autorenliste