| Philippe Grenier |
Philippe Grenier ist ein intimer
Kenner Chiles und des chilenischen Teils von Patagonien. Er hat lange
Zeit im Land gelebt, vor und nach dem Staatsstreich von 1973. Man spürt
seine Liebe zum Sujet und seinen Anspruch, sämtliche Analyseebenen
- Ideologie, Wirtschaft, Landschaft, Natur, Einwohner -
miteinander zu verquicken. Philippe Greniers Aufruf zum Umweltschutz in
diesem Buch ist für jeden nachvollziehbar.
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Des tyrannosaures dans le paradis,
la ruée des transnationales
sur la Patagonie chilienne (Tyrannosaurier im Paradies,
Der Ansturm der Multis auf den chilenischen Teil Patagoniens) Sind die Argentiner zu geschwätzig oder die
Touristen zu gutgläubig? Patagonien gehört sowohl zu Chile als
auch zu Argentinien. Seit kanpp dreißig Jahren hat die Globalisierungswelle
diesen südlichen Teil Chiles, diesen langen, bergigen Meereskorridor
auf dem 16. Längengrad, der lange Zeit niemanden interessierte, erfasst.
Das unter Pinochet eingeführte ökonomische Modell spuckt
auch weiterhin Dividenden aus, die Demokratie hat daran nichts geändert,
und so ist das chilenische Patagonien ein Geheimtipp für alle möglichen
Unternehmer geworden. Gepriesen für seine Wildheit und Unberührtheit,
wird dieser Flecken Erde systematisch geplündert, verschmutzt und
für den Nobeltourismus zum Mythos stilisiert; natürlich ohne die
Einwohner miteinzubeziehen. Das ganze läuft unter dem Deckmantel
einer so verführerischen wie sinnentleerten Devise: nachhaltige
Entwicklung (à la Pinochet)! |