Frédéric Durand
Frédéric Durand, der auf Umwegen zur Geographie gekommen ist, lehrt und forscht an der Universität Toulouse - Le Mirail. Er beschäftigt sich hauptsächlich mit Fragen der Entwicklung. In diesem, seinem vierten, Buch kommt seine besonderere Beziehung zu Indonesien und zu Süd-Ost-Asien im Allgemeinen zum Tragen.
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La Jungle, la Nation et le Marché, Chronique indonésienne

La Jungle, la Nation et le Marché, chronique indonésienne
(Der Dschungel, die Nation und der Markt)
ISBN 2-84172-155-8, 2001, 288 S., zahlreiche Karten

In Indonesien, wie in vielen Ländern der Welt, ist es eine schwierige Kunst, schlechte Nachrichten zu verbreiten. Eine schwierige Kunst, die die Eingeborenen auf eigenen Gefahr betreiben, unter dem strengen Blick des misstrauischen Militärs. Der Reisende aus dem Okzident begegnet dem oft mit Unwissenheit und Arroganz.
Frédéric Durand hingegen hat sich auf eine indonesische Erfahrung eingelassen, jenseits von Exotik und Klischees von Entwicklungsländern. Heraus kommt ein überraschender, vielschichtiger, mitreißender Bericht.
Kassandra scheint in Der Dschungel, die Nation und der Markt Geographin geworden zu sein und bei jeder Insel aufs Neue zu begreifen, dass der Dschungel des indonesischen Archipels, ihr schönes Untersuchungsobjekt, nur noch Erinnerung ist, da er größtenteils schon zu Brettern und Asche verarbeitet wurde.
Würde man sich jedoch darauf beschränken, den Tod des Waldes anzuprangern, hieße das, die Indonesier zu vergessen. Nur wenn man die Qualitäten und den Stolz eines ganzen Landes anerkennt, kann man auch seine verhängnisvolle Schwäche ansprechen, die Schattenseite einer Gesellschaft, die sich von einer chaotischen Entwicklung hat mitreißen lassen, von einem Chaos aus Widersprüchen, das heute einen politischen und ökologischen Arlarmzustand darstellt.


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